Die US-Maispreise konnten sich im Tagesverlauf zwar von ihren Tagestiefs erholen, schlossen jedoch insgesamt schwächer. Die Terminkontrakte verzeichneten Verluste zwischen 0,5 und 3,5 US-Cent. Der Frontmonat Juli beendete den Handelstag bei 420,00 US-Cent/bushel, ein Minus von 0,5 Cent.
Im wöchentlichen Zustandsbericht bewertete das USDA 73 % der Maisbestände als gut/ausgezeichnet, drei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Der 7-Tage-Niederschlagsbericht von NOAA prognostiziert für Teile des Corn Belt (insbesondere Iowa, Minnesota und Wisconsin) bis zu 40 mm Regen, während in weiten Teilen des Gürtels kaum Niederschlag erwartet wird. Das feucht warme Wetter und die ergiebigen Niederschläge derzeit bieten hervorragende Bedingungen für den Mais und drücken die Kurse massiv.
Aus dem Ausland wurden niedrigere Exportzahlen gemeldet: Die Ukraine erwartet für das Vermarktungsjahr 2024/25 Maisausfuhren in Höhe von 22 Mio. Tonnen – deutlich weniger als im Vorjahr (29,5 Mio. t). Die brasilianische Ernteschätzung von StoneX wurde auf 136,1 Mio. Tonnen angehoben. ANEC geht für Juni von brasilianischen Maisexporten in Höhe von 566.435 Tonnen aus – deutlich weniger als die zuletzt geschätzten 982.812 Tonnen. Trotz der größtenteils bärisch zu wertenden Meldungen, schloss der Mais an der Euronext für den August mit einem Plus von 2,50 € auf 197,75 €/t.