Die US Maisfutures haben den Handel zum Wochenende spürbar fester beendet. In Chicago lag Mais mit 7 US-Cent für den Mai im Plus und somit bei 460,50 US-Cent/bushel. Auch der Juli Kontrakt zog kräftig an und gewann 8,25 US-Cent. Der nächstfällige Termin zeigte ebenfalls eine feste Tendenz und schloss über dem Vortag.
Händler verweisen vor allem auf starke Unterstützung vom Energiemarkt. Rohöl verteuerte sich zum Wochenschluss um 10,22 Dollar je Barrel. Hintergrund sind zunehmende geopolitische Spannungen im Nahen Osten. Aussagen aus Washington über mögliche anhaltende Militärschläge gegen Iran sowie Drohungen Teherans gegenüber der Schifffahrt in der Straße von Hormus sorgen an den Rohstoffmärkten für Nervosität. Steigende Energiepreise wirken häufig stabilisierend auf Mais, da sie die Nachfrageperspektiven im Biokraftstoffsektor verbessern.
Fundamental bleibt auch das Exportgeschäft solide. Die gesamten US-Exportverpflichtungen erreichen inzwischen 64,982 Mio. t und entsprechen damit 78 Prozent der USDA-Prognose. Das liegt exakt im Rahmen des üblichen Verkaufstempos.
Auch bei den tatsächlichen Verschiffungen zeigt sich ein robuster Rhythmus. Laut Daten des Foreign Agricultural Service summieren sich die bisherigen Ausfuhren auf 40,024 Mio. t. Damit sind bereits 48 Prozent der erwarteten Gesamtexporte verladen und damit deutlich mehr als im langjährigen Durchschnitt von 40 Prozent zu diesem Zeitpunkt der Vermarktungssaison. Händler werten das stabile Exporttempo als unterstützenden Faktor für den Markt. Auch die steigenden Gas-Preise wirken sich direkt auf den Düngermarkt aus, weshalb die Vermutung umgeht, dass wegen hoher Preise und knapper Verfügbarkeit ein starker Rückgang der Anbaufläche zur Folge steht. And er Euronext legte der Juni um 3,75 € auf 205,50 €/t zu.