Die Maisfutures haben am Mittwoch deutlich zugelegt. Der Mai-Kontrakt in Chicago stieg um 8,25 US-Cent auf 451,25 US-Cent/bushel. Auch der Juli-Termin zog kräftig an und gewann 8,00 US-Cent auf 460,50 US-Cent/bushel. Die neuen Erntetermine notierten ebenfalls fester.
Aus Händlersicht sorgt vor allem der Wetterausblick für Unterstützung. Nach bereits gefallenen Niederschlägen werden in den kommenden Tagen weitere Regenfälle im zentralen und östlichen Corn Belt erwartet. Auch wenn es für ernsthafte Aussaatverzögerungen noch früh ist, preist der Markt bereits ein gewisses Risiko ein, was die Kurse stützt.
Zusätzliche Impulse kamen vom Energiemarkt. Die Ethanolproduktion legte leicht auf 1,12 Mio. Barrel pro Tag zu. Gleichzeitig stiegen die Lagerbestände deutlich, während die Exporte spürbar zurückgingen. Die schwächeren Exportzahlen und niedrigeren Raffinerieeinsätze wirken tendenziell bärisch, werden derzeit aber von der robusten Produktion überlagert. Im Fokus steht nun der anstehende Exportbericht. Für die alte Ernte erwarten Marktteilnehmer Verkäufe zwischen 0,8 Mio. t und 1,8 Mio. t, während die neue Ernte kaum Impulse liefern dürfte. Bis dahin bleibt das Wetter der dominierende Kurstreiber. In Europa geht indes die Sorge um gestiegene Düngemittelpreise umher. Branchenverbände und Erzeugergemeinschaften erwarten durch die gestiegenen Preise ein Schrumpfen der Anbaufläche und eine veränderte Fruchtfolge. An der Euronext gab es wenig Bewegung. Der Mais schloss mit 0,25 € tiefer für den Juni bei 204,50 €/t.