Die US-Maisfutures konnten zur Wochenmitte leicht zulegen. In Chicago stieg der September-Kontrakt um 2,50 US-Cent auf 391,75 US-Cent/bushel. Der Dezember-Termin verteuerte sich moderat um 1,25 US-Cent und schloss bei 412,25 US-Cent/bushel.
Stützend wirkte vor allem die jüngste Entwicklung im Ethanolsektor: Die US-Produktionsmenge stieg in der Berichtswoche bis zum 25. Juli auf 1,096 Mio. Barrel pro Tag – ein Zuwachs von 18.000 bpd gegenüber der Vorwoche. Auch die Ethanol-Exporte zogen deutlich an und erreichten mit 154.000 bpd ein Sechswochenhoch. Die Lagerbestände lagen mit 24,716 Mio. Barrel ebenfalls über dem Vorwochenwert.
Am Exportmarkt zeigten sich ebenfalls bullische Impulse: Südkorea kaufte über Nacht 195.000 Tonnen Mais, Taiwan sicherte sich weitere 65.000 Tonnen US-Ware. Die wöchentlichen Exportzahlen aus den USA werden heute erwartet – Analysten prognostizieren Neugeschäfte zwischen 200.000 und 800.000 Tonnen für 2024/25.
Der kurzzeitige Aufwind sieht allerdings nicht nach einer Trendumkehr aus, denn das gute Anbauwetter im US-Maisgürtel verspricht gute Erträge, die den Preis weiter drücken dürften.
Brasiliens Maisernte 2025/26 wird derweil laut Datagro auf 140,9 Mio. Tonnen geschätzt. Die hohen südamerikanischen Ernteaussichten dürften die Preisentwicklung mittelfristig zusätzlich begrenzen.
Der November an der Euronext konnte leicht zulegen und verbuchte einen Gewinn von 0,75 € auf 195,25 €/t.