Die US-Maispreise zeigten zu Wochenbeginn eine Erholung. Nach zwischenzeitlichen Kontrakttiefs legten die wichtigsten CBOT-Termine am Montag zwischen 4 und 6 US-Cent zu. Der Juli-Kontrakt schloss bei 412,75 US-Cent/bushel (+9,75 US-Cent), der Dezember-Termin stieg auf 418 US-Cent/bushel (+5,75 Cent).
Laut USDA sind aktuell 74 % der Maisflächen in gutem bis sehr gutem Zustand – der höchste Juli-Wert seit 2016. Zudem befinden sich 34 % der Flächen bereits im Rispenschieben, 1 % über dem Durchschnitt. Wetterseitig wurden für die laufende Woche erneut ergiebige Niederschläge für den US-Corn-Belt prognostiziert, was die Erwartungen für eine starke Herbsternte zusätzlich stützt.
Die Exporte fielen mit 1,287 Mio. Tonnen schwächer aus als in der Vorwoche (–17,7 %), lagen aber deutlich über dem Vorjahreswert (+17 %). Größte Abnehmer waren Mexiko, Japan und Brasilien. Seit Beginn des Vermarktungsjahres wurden 57,8 Mio. Tonnen exportiert – ein Plus von rund 30 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
An der Euronext in Paris zeigten sich die Maispreise stabil. Der November-25-Termin notierte unverändert bei 198,75 €/t. Auch die übrigen Kontrakte bewegten sich nicht. Der Markt wartet auf neue Impulse, unter anderem aus Brasilien, wo die zweite Maisernte laut AgRural bislang erst zu 40 % eingefahren ist – im Vorjahr lag der Wert zum gleichen Zeitpunkt bei 74 %.
Politisch bleibt die Lage angespannt: US-Präsident Trump kündigte erneut Strafzölle von 30 % auf Einfuhren aus der EU und Mexiko an, beginnend ab dem 1. August. Die Märkte beobachten mögliche Gegenreaktionen der Importländer aufmerksam.