In Chicago lag Mais für Mai mit plus 0,25 US-Cent bei 448,75 US-Cent/bushel. Der Dezember-Kontrakt konnte ebenfalls um 0,25 US-Cent zulegen und schloss bei 477,00 US-Cent/bushel, während der Juli leicht im Minus tendierte. Insgesamt gelang dem Markt zum Wochenschluss eine Stabilisierung nach anfänglicher Schwäche.
Aus Händlersicht liefert vor allem der Exportsektor Unterstützung. Die Exportverpflichtungen erreichen 72,79 Mio. t und liegen damit 29 Prozent über dem Vorjahr. Mit 87 Prozent des USDA-Ziels hinkt das Tempo zwar dem Durchschnitt leicht hinterher, doch die Verschiffungen von 50,52 Mio. t übertreffen mit 60 Prozent des Solls die übliche Dynamik. Das wirkt stützend und begrenzt Abwärtspotenzial.
Der deutliche Rückgang beim Rohölpreis konnte den Maismarkt nicht nachhaltig belasten. Vielmehr zeigt sich der Markt widerstandsfähig, gestützt von solider Nachfrage und robusten Exportzahlen. Unter dem Strich bleibt die Stimmung verhalten positiv, auch wenn die Zurückhaltung der großen Marktteilnehmer für ein gewisses Maß an Unsicherheit sorgt. An der Euronext ging der Juni mit einem Verlust von 0,25 € auf 204,50 €/t in das Wochenende.