Der Maismarkt hat sich am Dienstag leicht fester präsentiert. Der März-Kontrakt in Chicago legte um 1,00 US-Cent zu und schloss bei 434,25 US-Cent/bushel. Auch spätere Termine tendierten freundlich, wenn auch nur mit moderaten Aufschlägen.
Unterstützung kam vom Energiemarkt. Die Stärke beim Rohöl wirkt stützend, weil sie die Margen in der Ethanolproduktion verbessert und damit die Nachfrage nach Mais stabil hält. Händler blicken deshalb gespannt auf die am heutigen Mittwoch anstehenden Daten der US-Energiebehörde EIA zur Ethanolproduktion der vergangenen Woche. Erwartet wird eine weitgehend stabile Produktion.
Frische Nachfrageimpulse lieferte zudem der Exportmarkt. Das USDA meldete am Morgen einen privaten Verkauf von 196.000 t US-Mais an unbekannte Destinationen. Solche täglichen Exportmeldungen werden im Handel aufmerksam verfolgt, da sie als kurzfristiger Indikator für internationale Nachfrage gelten.
Auch international blieb der Markt in Bewegung. Importkäufer aus Südkorea traten über Nacht mit mehreren Ausschreibungen auf und sicherten sich zusammen 133.000 t Mais. Solche Tender gelten als wichtiger Gradmesser für die Wettbewerbsfähigkeit US-amerikanischer Ware im globalen Handel.
Insgesamt sorgt die Kombination aus stabiler Nachfrage, Exportgeschäften und Unterstützung vom Energiemarkt dafür, dass sich die Maispreise aktuell behaupten können, auch wenn die Aufwärtsbewegung bislang moderat bleibt. In Folge der stark ansteigenden Energiepreise innerhalt der EU konnte der Mais für den Juni um 2,50 € auf 201,25 €/t zulegen.