Der US-Maismarkt hat am Freitag schwächer geschlossen. In Chicago lag der Maiskontrakt für den März mit minus 4,75 US-Cent bei 430,25 US-Cent/bushel. Der Mai-Termin gab um 4,25 US-Cent nach und schloss bei 438,75 US-Cent/bushel. Der Juli-Kontrakt tendierte ebenfalls bärisch und verlor 4,00 US-Cent, während die Wochenbilanz für den März insgesamt leicht positiv blieb.
Aus Händlersicht liefern die Exportzahlen weiterhin eine solide Fundamentallage, ohne aktuell neue Kaufimpulse auszulösen. Die US-Exportverpflichtungen summieren sich auf 58,735 Mio. t und liegen damit 31 % über dem Vorjahresniveau. Mit 72 % der USDA-Jahresprognose bewegt sich das Exporttempo leicht über dem saisonalen Durchschnitt.
Der Blick richtet sich nun klar auf den WASDE-Bericht am Dienstag. Laut einer Bloomberg-Umfrage rechnet der Markt im Schnitt mit US-Endbeständen von 2,215 Mrd. bushel. Größere Anpassungen werden derzeit nicht erwartet, was die abwartende Haltung an der Börse erklärt.
International kamen gemischte Signale aus Kanada. Statistics Canada meldete zum 31. Dezember Maisbestände von 10,95 Mio. t, ein Rückgang von 3,3 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung wirkt zwar leicht bullisch, wird aus Marktsicht jedoch von den hohen US-Beständen überlagert. Insgesamt bleibt der Maismarkt vorerst anfällig für weitere Rücksetzer.
An der Euronext gab der März um 1,50 € auf 190,00 €/t nach.