Die Maisfutures konnten zum Wochenbeginn zulegen. Der Juli-Kontrakt in Chicago gewann 5,75 US-Cent und schloss bei 469,25 US-Cent/bushel, während der Dezember-Termin um 5,25 US-Cent auf 489,50 US-Cent/bushel anzog.
Treiber auf der Oberseite bleibt die weiterhin solide Exportnachfrage. Mit 1,644 Mio. t lagen die wöchentlichen Verschiffungen zwar leicht unter Vorwoche und Vorjahr, doch im laufenden Vermarktungsjahr summieren sich die Ausfuhren auf 53,441 Mio. t und damit deutlich über dem Vorjahresniveau. Händler werten dies als klar stützenden Faktor für den Markt.
Gleichzeitig sorgt das schnelle Vorankommen der Aussaat für Gegenwind. Mit 25 Prozent liegt die US-Maisfläche klar über dem Fünfjahresschnitt, auch der Feldaufgang verläuft zügiger als üblich. Diese Entwicklung signalisiert eine potenziell entspannte Versorgungslage und wirkt entsprechend bärisch auf die Preisentwicklung.
International blieb die Nachrichtenlage ruhig. Ein Importgeschäft aus Südkorea bezog sich auf Weizen und setzte daher keine direkten Impulse für den Maismarkt. Insgesamt bleibt das Spannungsfeld aus starker Nachfrage und zügiger Produktion der zentrale Taktgeber für die weitere Kursentwicklung. An der Euronext konnte der Mais für den Juni ebenfalls zulegen und gewann um 1,00 € auf 218,50 €/t.