Ein massiver Ausverkauf hat den US-Maismarkt am Montag erfasst. Die Frontmonate verloren bis zu 24,25 US-Cent, der März-Kontrakt sackte auf 421,50 US-Cent/bushel ab. Auch der Mai gab deutlich um 23,25 US-Cent nach und schloss bei 430,50 US-Cent/bushel. Der Juli fiel um 22,25 US-Cent auf 438,00 US-Cent. Angesichts der schwachen USDA-Daten gerieten selbst kräftige Exportzahlen in den Hintergrund.
Auslöser des Preissturzes war die USDA-Schätzung einer Rekordernte: Mit 186,5 bushel/acre lag der Durchschnittsertrag leicht über der November-Prognose. Gleichzeitig wurde die geerntete Fläche um 1,3 Mio. acres auf 91,3 Mio. acres nach oben korrigiert. Das ergibt eine US-Gesamtproduktion von 17,02 Mrd. bushel. Das sind satte 269 Mio. bushel mehr als zuvor.
Entsprechend hob das USDA die Endbestände um 198 Mio. bushel auf nun 2,227 Mrd. bushel an. Weltweit stiegen die Lagerprognosen um 11,76 Mio. t auf 290,91 Mio. t, vor allem durch höhere Ernten in den USA und China. Auch die US-Vorräte per 1. Dezember lagen mit 13,282 Mrd. bushel deutlich über dem Vorjahr und den Markterwartungen.
Einzige bullische Meldung: Der Export läuft auf Hochtouren. In der Woche bis zum 8. Januar wurden 1,49 Mio. t Mais verschifft, was ein Plus von 12,75 Prozent zur Vorwoche ist. Die Gesamtmenge im laufenden Vermarktungsjahr erreicht damit 28,43 Mio. t und liegt 60,54 Prozent über dem Vorjahr.
An der Euronext gab der März lediglich um 1,75 € auf 189,75 €/t nach.