Nach der Veröffentlichung der USDA-Daten am Freitag zeigten die Corn Futures an der CME nur wenig Kaufinteresse und schlossen mit Verlusten von drei bis fünf Cent pro Bushel. Der September-Kontrakt verlor 24 Cent, der Dezember-Kontrakt 25 Cent.Kurz zuvor hatte Präsident Trump ab dem 1. August einen 35-prozentigen Zoll auf kanadische Waren angekündigt, was zusätzliche Unsicherheit schafft.
Für die kommende Woche werden im zentralen Corn Belt Niederschläge von fast 25 Millimetern erwartet, was die Wachstumsbedingungen verbessern könnte. Die USDA-Bilanz sah Anpassungen vor: Der Verbrauch der alten Ernte sank um 75 Millionen Bushel, Exporte stiegen um 100 Millionen Bushel. Der Carryout für 2024/25 sank so auf 1,35 Milliarden Bushel, 25 Millionen weniger als zuvor. Die neue Ernte wurde um 115 Millionen Bushel auf 15,705 Milliarden Bushel gesenkt, hauptsächlich wegen geringerer Anbaufläche, der Ertrag blieb bei 181 Bushel pro Acre. Die Lagerbestände sanken um 90 Millionen Bushel auf 1,66 Milliarden.
Die Brasilien-Prognose stieg auf 132 Millionen Tonnen. Die weltweiten Vorräte für 2025/26 sanken wegen der US-Zahlen um 3,16 Millionen Tonnen auf 272,08 Millionen Tonnen.
Die Schlusskurse zeigten leichte Rückgänge: Juli-Mais bei 4,03 US-Dollar (-4 Cent), September bei 3,96 US-Dollar (-3 Cent) und Dezember bei 4,12 US-Dollar (-4 Cent).
An der Euronext legte der August-Kontrakt 2025 auf 206,50 Euro (+1,10 %) zu, während der November-Kontrakt auf 200,50 Euro (-0,37 %) fiel. Der März 2026 stieg auf 210 Euro (+1,33 %). Die übrigen Kontrakte für 2026 und 2027 zeigten leichte Rückgänge oder Seitwärtsbewegungen. Die europäischen Märkte reagieren sensibel auf globale Angebotsdaten, politische Entwicklungen und Wetterprognosen für wichtige Anbaugebiete wie Frankreich und Rumänien.
Insgesamt deuten die USDA-Daten auf geringere US-Produktion und reduzierte Lagerbestände hin, was langfristig preisstützend wirken kann. Kurzfristig drücken aber gute Regenprognosen und politische Unsicherheiten die Preise an CME und Euronext.