In Chicago lag der Mais-Future mit 3,50 US-Cent im Minus und schloss bei 454,25 US-Cent/bushel für den Mai-Termin. Auch die späteren Termine standen unter Druck, während sich einzelne weiter entfernte Kontrakte etwas fester hielten.
Aus Händlersicht dominierten zunächst klar bärische Impulse. Ein deutlicher Rückgang beim Rohölpreis um 2,51 US-Dollar setzte den Ethanolsektor unter Druck und zog Mais mit nach unten. Gleichzeitig meldete die US-Energiebehörde einen Rückgang der Ethanolproduktion um 41.000 Barrel pro Tag, was die Nachfrageerwartungen zusätzlich dämpfte. Zwar sorgte ein Lagerabbau von 1,179 Mio. Barrel für etwas Unterstützung, doch reichte dies nicht, um die negative Stimmung zu drehen. Aktuell sind die Rohölpreise schon wieder deutlich angestiegen.
Erst zum Handelsschluss griffen Käufer wieder zu und hoben die Notierungen leicht von den Tagestiefs. Fundamental bleibt der Markt jedoch vorsichtig: Die Maisverarbeitung lag im Februar zwar leicht über Vorjahr, fiel aber deutlich gegenüber Januar zurück. Auch der bislang um 7 Mio. Bushel niedrigere Ethanolverbrauch im laufenden Vermarktungsjahr wirkt eher belastend.
Mit Blick auf die anstehenden Exportzahlen erwarten Händler solide alte Ernteverkäufe, während das Neugeschäft überschaubar bleiben dürfte. Vor dem verlängerten Wochenende könnte die Zurückhaltung weiter anhalten. Auch an der Euronext verlor der Juni um 2,75 € auf 206,75 €/t.