In Chicago geriet der Mais zum Wochenauftakt unter Druck. Der März-Kontrakt verlor 5,50 US-Cent und schloss bei 433,25 US-Cent/bushel. Der Mai-Termin gab 2,75 US-Cent auf 445,75 US-Cent/bushel nach. Spätere Termine der neuen Ernte hielten sich dagegen stabil bis leicht fester.
Belastend wirkte vor allem der jüngste Grain Crushing Report. Laut USDA wurden im Januar lediglich 460,95 Mio. Bushel Mais zu Ethanol verarbeitet. Das lag unter den Erwartungen des Marktes, 1,49 Prozent unter Vorjahr und 4,5 Prozent unter dem Dezemberwert. Für Händler ein klar bärisches Signal von der Nachfrageseite.
Stützend wirkten dagegen die Exportdaten. Mit 1,858 Mio. t in der Woche bis zum 26. Februar lagen die Verschiffungen zwar 8 Prozent unter Vorwoche, aber 37,41 Prozent über dem Vorjahreswert. Es war die drittstärkste Woche des laufenden Jahres. Mexiko, Südkorea und Japan dominierten die Käufe. Seit Beginn des Vermarktungsjahres summieren sich die Exporte auf 39,619 Mio. t, ein Plus von über 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
In Brasilien ist die erste Ernte ist laut AgRural zu 36 Prozent eingebracht und hinkt dem Vorjahr hinterher. Die Aussaat der zweiten Ernte bleibt ebenfalls zurück. Safras & Mercado kürzte seine Prognose auf 141,71 Mio. t, während StoneX auf 136 Mio. t anhob. Für den Markt bleibt Südamerika damit ein Unsicherheitsfaktor. An der Euronext konnte der Juni um 1,50 € auf 198,75 €/t zulegen.