Die US-Maisfutures zeigten sich zum Wochenstart schwächer. In Chicago fiel der Mais für Mai um 6 US-Cent auf 459,50 US-Cent/bushel. Auch der Dezember-Termin gab um 4,25 US-Cent nach und notierte bei 486,50 US-Cent/bushel. Die Notierungen an den übrigen US-Börsen tendierten ebenfalls schwächer.
Belastend wirkte vor allem der kräftige Rückgang der Rohölpreise, die um 9,36 US-Dollar einbrachen. Auslöser waren geopolitische Signale aus den USA und dem Iran, die kurzfristig entspannend wirkten und damit Druck aus dem Energiemarkt nahmen. Für Mais bedeutet ein schwächerer Energiemarkt tendenziell Gegenwind, da die Nachfrage aus dem Ethanolsektor leiden könnte.
Fundamental erhielt der Markt jedoch Unterstützung durch solide Exportzahlen. Das USDA meldete einen Einzelverkauf von 102.000 t Mais an Mexiko. Zudem lagen die wöchentlichen Exportverladungen mit 1,7 Mio. t über der Vorwoche und deutlich über dem Vorjahresniveau. Mexiko blieb der wichtigste Abnehmer, gefolgt von Japan und Kolumbien. Seit Beginn des Vermarktungsjahres summieren sich die Exporte auf 44,58 Mio. t und liegen damit klar über dem Vorjahr.
International rückt Brasilien in den Fokus. Die Aussaat der zweiten Maisernte ist laut AgRural zu 97 Prozent abgeschlossen und nähert sich damit dem Abschluss. Das zügige Vorankommen unterstreicht die Aussicht auf ein großes Angebot und wirkt tendenziell bärisch auf den globalen Markt. An der Euronext bewegte sich der Juni seitwärts und endet im grünen bei 209.00 €/t, ein Plus von 1,00 €.