Der Maismarkt zeigte sich am Donnerstag leichter. In Chicago fiel der Mais für den Mai um 3,25 US-Cent auf 444,00 US-Cent/bushel, während der Juli-Kontrakt um 3,00 US-Cent auf 455,00 US-Cent/bushel nachgab.
Trotz solider Nachfrageimpulse konnten sich die Kurse nicht stabilisieren. Die wöchentlichen Exportverkäufe der alten Ernte lagen mit 1,36 Mio. t deutlich über Vorwoche und Vorjahr, getragen vor allem von kräftigen Käufen aus Japan und Mexiko. Zusätzlich sorgte ein bestätigter Verkauf von 136.000 t an Südkorea für Unterstützung auf der Nachfrageseite.
Der Markt blickte jedoch über diese positiven Signale hinweg und fokussierte sich auf die jüngsten USDA-Zahlen. Die US-Endbestände blieben mit 2,127 Mrd. bushel unverändert und entsprachen damit den Erwartungen. Belastend wirkte hingegen der Anstieg der globalen Lagerbestände um 2,06 Mio. t auf 294,81 Mio. t, insbesondere durch höhere Bestände in Indien, Südafrika und Brasilien.
Damit überwiegt aus Händlersicht weiterhin ein komfortables Angebotsbild. Ohne neue bullische Impulse bleibt der Maismarkt anfällig für weiteren Druck, auch wenn die Exportdynamik kurzfristig stützt. An der Euronext verlor der Juni um 2,00 € auf 203,50 €.