An der CBoT gerieten Maiskontrakte am Dienstag deutlich unter Druck. Für den September verlor der Mais 13,50 US-Cent und schloss bei 371,50 US-Cent je bushel. Der Dezember folgte mit einem Minus von 13,25 US-Cent auf 394,50 US-Cent. Auslöser der Kursverluste war die USDA-Ernteschätzung, die Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischte.
Das US-Landwirtschaftsministerium hob die durchschnittliche Flächenertragsprognose überraschend deutlich auf 188,8 bushel je acre an, was deutlich über der Markterwartung von 184,3 lag. Gleichzeitig wurde die Anbaufläche auf 97,3 Millionen acres ausgeweitet, was 2,1 Millionen acres mehr sind als zuletzt angegeben.
Die US-Produktion steigt damit auf 16,742 Milliarden bushel (425,25 Millionen Tonnen), gut 1 Milliarde mehr als zuvor erwartet. Entsprechend schnellten auch die neuen Lagerendbestände auf 2,117 Milliarden bushel nach oben.
Der Zustand der Bestände fiel etwas ab: Der Anteil mit der Bewertung „gut bis ausgezeichnet“ sank landesweit um einen Punkt auf 72 Prozent.
International sorgten Brasiliens stabile Produktionszahlen bei 132 Millionen Tonnen sowie gestiegene Exporterwartungen für August (ANEC: +0,39 auf 7,97 Mio. Tonnen) für zusätzlichen Druck. Ein südkoreanischer Importeur sicherte sich derweil über Nacht 65.000 Tonnen Mais.
Auch an der Euronext fiel der Mais für den November um 2,50 € auf 187,50 €/t.