Die Maisfutures starteten freundlich in die Woche. In Chicago lag der Mais mit 3,25 US-Cent im Plus und somit bei 452,00 US-Cent/bushel im Mai-Termin. Auch die späteren Kontrakte tendierten fester und verbuchten moderate Aufschläge.
Fundamental treffen derzeit gegenläufige Faktoren aufeinander. Die Aussaat kommt zügig voran und liegt mit 11 Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt von 9 Prozent. Auch das Auflaufen der Bestände verläuft schneller als üblich. Diese Entwicklung wirkt aus Händlersicht tendenziell bärisch, da sie auf eine reibungslose Frühphase und potenziell hohe Erträge hindeutet.
Stützend wirkt hingegen die robuste Exportnachfrage. Mit 1,669 Mio. t lagen die wöchentlichen Verschiffungen über der Vorwoche, auch wenn sie leicht unter dem Vorjahreswert blieben. Besonders Lieferungen nach Mexiko, Japan und Südkorea sorgten für Nachfrageimpulse. Aufgelaufen im laufenden Vermarktungsjahr summieren sich die Exporte inzwischen deutlich über das Vorjahresniveau, was dem Markt zusätzliche Stabilität verleiht.
Unter dem Strich überwiegt aktuell die freundliche Stimmung durch den starken Exportsektor. Dennoch bleibt der Markt anfällig: Sollte das zügige Aussaattempo anhalten und von günstiger Witterung begleitet werden, könnte dies die Preise wieder unter Druck setzen. Auch an der Euronext konnte der Mais zulegen und verbuchte ein Plus von 1,50 € auf 204,25 €/t für den Juni.