Die US-Maisfutures haben am Dienstag im Fahrwasser der Weizenrally zugelegt. Der Maiskontrakt für Juli gewann 6,25 US-Cent und schloss bei 475,50 US-Cent/bushel. Auch der Dezember-Termin zog um 6,25 US-Cent an und erreichte 495,75 US-Cent/bushel.
Aus Händlersicht kam der Auftrieb klar vom Weizenmarkt, dessen kräftige Gewinne für Unterstützung sorgten. Fundamentale Maisdaten wirken dagegen eher bremsend. Die Aussaat in den USA liegt mit 25 % deutlich über dem Fünfjahresschnitt von 19 %, was als bärisches Signal gewertet wird. Vor allem zentrale Anbaustaaten wie Indiana und Ohio melden ein deutlich höheres Tempo, während nur wenige Regionen leicht hinterherhinken.
Auch der Feldaufgang liegt mit 7 % über dem Durchschnitt und unterstreicht die insgesamt zügige Entwicklung der neuen Ernte. Damit fehlt es dem Markt bislang an eigenständigen bullischen Impulsen, sodass die Kursgewinne vor allem technisch und durch externe Faktoren getrieben erscheinen.
Der Fokus richtet sich nun auf die anstehenden Ethanol-Daten. Marktteilnehmer erwarten eine stabile Produktion, was dem Maismarkt kurzfristig zumindest eine gewisse Unterstützung bieten könnte. Insgesamt bleibt das Bild jedoch zweigeteilt zwischen starkem externen Rückenwind und soliden, aber eher belastenden Fundamentaldaten. An der Euronext konnte der Juni ebenfalls um 1,75 € auf 220,25 €/t zulegen.