Der Maismarkt konnte am Donnerstag zulegen und schloss in Chicago mit soliden Gewinnen. Der März-Kontrakt legte um 5,50 US-Cent zu und erreichte 435,00 US-Cent/bushel. Der Mai-Termin verbesserte sich um 6,00 US-Cent auf 443,00 US-Cent/bushel. Auch die weiterlaufenden Kontrakte schlossen fester, was aus Händlersicht vor allem auf die anhaltende Stärke bei Sojabohnen und Sojaschrot zurückzuführen war, die stützend auf den gesamten Getreidekomplex wirkte.
Fundamental blieb das Bild jedoch verhalten. Die wöchentlichen US-Exportverkäufe beliefen sich in der Woche zum 29. Januar auf 1,04 Mio. t Mais. Damit lagen sie rund 37 Prozent unter der Vorwoche und knapp 30 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Wichtigster Abnehmer war Mexiko mit 247.600 t, dicht gefolgt von Japan mit 246.800 t. Südkorea sicherte sich weitere 125.800 t. Aus Marktsicht sind diese Zahlen solide, aber nicht stark genug, um dem Markt einen klar bullischen Impuls zu geben.
International rückten die brasilianischen Exportzahlen in den Fokus. Brasilien verschiffte im Januar 4,25 Mio. t Mais. Das entsprach zwar einem Rückgang von gut 30 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, lag jedoch rund 18 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Diese Konkurrenz auf dem Weltmarkt begrenzt das Aufwärtspotenzial und hält den Maismarkt trotz der jüngsten Gewinne in einer abwartenden Haltung.
An der Euronext gab es keine Veränderung. Der März schloss erneut bei 191,50 €/t.