In Chicago lag der Mais mit 5,50 US-Cent für den Juli im Plus und somit bei 485,75 US-Cent/bushel. Auch die neue Ernte zeigte sich fester, der Dezember-Kontrakt legte um 5,75 US-Cent zu.
Fundamental bekommt der Markt kräftigen Rückenwind von der Nachfrageseite. Die wöchentlichen Exportverladungen schnellten auf über 2,0 Mio. t und lagen damit sowohl deutlich über der Vorwoche als auch über dem Vorjahresniveau. Vor allem Mexiko, Japan und Kolumbien traten als aktive Käufer auf. Insgesamt summieren sich die Verschiffungen im laufenden Vermarktungsjahr damit klar über Vorjahr, was die bullische Grundstimmung untermauert.
Dem gegenüber stehen zügige Feldarbeiten in den USA. Die Aussaat ist mit 38 % weiter fortgeschritten als im Durchschnitt und entspricht bereits dem Vorjahrestempo. Auch der Feldaufgang liegt über dem üblichen Niveau. Diese Entwicklung wirkt grundsätzlich bärisch, da sie auf eine reibungslose Frühjahrsbestellung hindeutet.
International richtet sich der Blick nach Brasilien. Die dortige Maisernte wurde zuletzt nach oben korrigiert, insbesondere die erste Ernte fällt größer aus als bislang erwartet. Das zusätzliche Angebot könnte mittelfristig dämpfend wirken, tritt aktuell jedoch hinter der starken US-Nachfrage in den Hintergrund. An der Euronext legte der Juni 1,75 € auf 225,25 €/t zu.