Der US-Maismarkt zeigte sich zur Wochenmitte schwächer. In Chicago lag der Maiskontrakt mit minus 2,75 US-Cent für den Mai bei 443,75 US-Cent/bushel. Auch die übrigen Termine notierten überwiegend 2 bis 3 US-Cent im Minus.
Etwas Unterstützung kam zwar von einer neuen Exportmeldung, doch sie reichte nicht aus, um den Markt zu stabilisieren. Das USDA bestätigte am Morgen einen privaten Verkauf von 125.000 t Mais an unbekannte Bestimmungsorte. Händler werten solche Geschäfte grundsätzlich als stützend, bleiben vor dem wöchentlichen Exportbericht jedoch vorsichtig positioniert.
Für die Woche bis zum 26. Februar erwarten Marktteilnehmer laut Reuters-Umfrage US-Maisverkäufe der alten Ernte zwischen 0,6 und 1,6 Mio. t. Für die neue Ernte rechnen Analysten bislang nur mit begrenztem Geschäft von bis zu 100.000 t. Bereits in der vergangenen Woche war allerdings ein größerer Vorverkauf von 154.000 t Mais der Ernte 2026/27 an Japan gemeldet worden.
Auch der US-Ethanolmarkt lieferte gemischte Signale. Die Produktion sank in der Woche bis zum 27. Februar auf 1,095 Mio. Barrel pro Tag und lag damit um 18000 Barrel unter der Vorwoche. Gleichzeitig stiegen die Ethanolvorräte deutlich auf 26,337 Mio. Barrel. Die Exporte legten hingegen zu und erreichten 217.000 Barrel pro Tag, während die Raffinerieeinsätze leicht zurückgingen.
Damit bleibt der Markt vorerst von vorsichtiger Händlerstimmung geprägt, während neue Exportdaten den nächsten Impuls liefern könnten. An der Euronext gab der Juni um 1,25 € auf 200,00 €/t nach.