Die Maisfutures haben am Mittwoch ihre anfängliche Schwäche abgeschüttelt und deutlich zugelegt. In Chicago stieg der Mai-Kontrakt um 4,75 US-Cent auf 467,25 US-Cent/bushel, während der Juli-Termin um 5,25 US-Cent auf 477,75 US-Cent/bushel anzog. Auch die weiteren Fälligkeiten tendierten fester und signalisierten eine insgesamt stabilisierte Marktstimmung.
Für bullische Impulse sorgte vor allem die Energiepolitik. Die US-Umweltbehörde genehmigte erneut den sommerlichen Verkauf von E15 ab dem 1. Mai und sendete damit ein klares Signal zugunsten der Ethanolnachfrage. Flankierend dazu legten die aktuellen EIA-Daten eine spürbare Belebung der Produktion nahe. Die tägliche Ethanolerzeugung stieg um 23.000 Barrel auf 1,116 Mio. Barrel, während die Lagerbestände deutlich auf 27,17 Mio. Barrel anwuchsen. Sinkende Exporte wurden durch höhere Beimischungen im Inland mehr als kompensiert.
Am Exportmarkt bleibt die Lage konstruktiv. Händler erwarten für die wöchentlichen US-Verkaufszahlen solide Abschlüsse zwischen 0,7 und 1,5 Mio. t alter Ernte. Zusätzlich sorgte ein Kauf Taiwans über 65.000 t US-Mais für ein positives Signal.
Insgesamt erhält der Markt damit Unterstützung von mehreren Seiten. Politische Entscheidungen und robuste Ethanolzahlen wirken klar stützend, während sich die Aufmerksamkeit nun auf die anstehenden Exportdaten richtet. An der Euronext hingegen bewegte sich der Mais zur Seite und landete im rotem. Der Juni verliert leicht um 0,5 € und steht bei 208,50 €/t.