Die Maisfutures in Chicago zeigten sich am Dienstag überwiegend stabil bis leicht fester. Der Frontmonat Mai notierte unverändert bei 454,00 US-Cent/bushel, während der neue Erntetermin Dezember um 1,75 US-Cent zulegte und bei 481,75 US-Cent/bushel schloss. Der Juli-Kontrakt gab leicht um 0,25 US-Cent nach. Insgesamt bewegt sich der Markt in einer engen Spanne ohne klare Richtung.
Unterstützung kam vom Energiemarkt. Rohöl legte deutlich zu, was die Margen im Ethanolsektor tendenziell verbessert und damit latent bullisch wirkt. Vor den am Mittwoch erwarteten EIA-Daten rechnen Marktteilnehmer allerdings lediglich mit einer stabilen Ethanolproduktion, was keine neuen Impulse liefert.
Auf der Angebotsseite überwiegen hingegen bärische Faktoren. In der Ukraine soll die Maisfläche auf 4,42 Mio. Hektar steigen, während die gesamte Getreidefläche ebenfalls ausgeweitet wird. Auch in der EU zeigt der Trend nach oben. Der Branchenverband Coceral hob seine Prognose für die Maisernte auf 60,7 Mio. t an. Das signalisiert eine bessere Versorgungslage und begrenzt das Aufwärtspotenzial. So viel der Juni an der Euronext um 0,75 € auf 207,75 €/t.
Unter dem Strich bleibt der Maismarkt gut versorgt, während externe Impulse aktuell nicht stark genug sind, um einen nachhaltigen Trend auszulösen. Händler agieren entsprechend zurückhaltend.