In Chicago lag der Mais mit 1,00 US-Cent für den Juli leicht im Minus und schloss bei 467,50 US-Cent/bushel. Der Dezember-Kontrakt gab 0,50 US-Cent ab auf 489,50 US-Cent/bushel. Die späteren Termine tendierten dagegen leicht fester.
Nach schwachem Handelsstart fanden die Maisfutures im Tagesverlauf Unterstützung durch den kräftigen Anstieg am Rohölmarkt. Meldungen über Explosionen im Iran trieben Rohöl um 2,52 US Dollar nach oben und sorgten auch bei den Agrarrohstoffen für stabilere Tendenzen. Dennoch blieb der Markt unter Druck, nachdem die wöchentlichen US Exportverkäufe hinter dem Vorjahresniveau zurückblieben. Das USDA meldete Verkäufe von 1,362 Mio. t Mais aus der Ernte 2025/26. Das lag 18,1 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Größter Käufer war Taiwan mit 301.600 t, gefolgt von Kolumbien und Südkorea.
International rückte Brasilien in den Fokus. Die Maisexporte des Landes erreichten im April 473.875 t und lagen damit deutlich über Vorjahr, fielen gegenüber März jedoch um mehr als die Hälfte zurück. Gleichzeitig senkte das Analystenhaus AgroConsult seine Prognose für die brasilianische zweite Maisernte um 2,4 Mio. t auf 112,1 Mio. t. Das begrenzte den bärischen Einfluss der besseren Exportzahlen. Zusätzliche Nachfrage kam aus Südkorea, wo ein Importeur 132.000 t Mais optionaler Herkunft kaufte.
In Europa verlor der Mais um 2,75 € in Paris auf 215,00 €/t.