Die Maisfutures standen zum Wochenstart klar unter Druck. Vor den richtungsweisenden USDA-Berichten zum Monatsende gaben die Kontrakte um 3,50 bis 6,25 US-Cent nach. Der Mai-Termin schloss bei 455,75 US-Cent/bushel und verlor 6,25 US-Cent. Auch die neuen Ernten tendierten schwächer, während Marktteilnehmer Positionen vor den anstehenden Daten glattstellten.
Fundamental liefert die Exportseite weiterhin bullische Impulse. Ein bestätigter Einzelverkauf über 145.000 t an unbekannte Destinationen sowie robuste Verschiffungen von 1,789 Mio. t in der Woche bis zum 26. März zeigen eine anhaltend hohe Nachfrage. Die Ausfuhren liegen damit sowohl über der Vorwoche als auch über dem Vorjahr. Seit Beginn des Vermarktungsjahres summieren sich die Exporte auf 46,37 Mio. t und damit deutlich über dem Vorjahresniveau. Besonders Mexiko, Japan und Südkorea treten als stabile Abnehmer auf.
Gleichzeitig bremst die Erwartung größerer Lagerbestände die Aufwärtsfantasie. Händler rechnen mit US-Maisbeständen von 9,104 Mrd. Bushel zum 1. März, was einem deutlichen Plus gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Bei den Anbauflächen wird hingegen ein Rückgang auf 94,37 Mio. Acres erwartet, was mittelfristig stützend wirken könnte.
International rückt Brasilien in den Fokus. Die Zweitfruchtaussaat ist nahezu abgeschlossen, während die Ernteprognose leicht auf 135,7 Mio. t gesenkt wurde. Trotz dieser Korrektur bleibt das globale Angebot komfortabel und wirkt weiterhin bärisch auf die Preisstruktur. So bewegte sich der Juni in Paris zur Seite und schloss bei 208,25 €/t.