Die Maisfutures haben am Mittwoch deutlich fester geschlossen. In Chicago gewann der Mai-Kontrakt 9,25 US-Cent und notierte bei 463,25 US-Cent/bushel, während der Dezember-Termin um 8,00 US-Cent auf 489,75 US-Cent/bushel anzog. Auch spätere Kontrakte tendierten überwiegend freundlich.
Stützend wirkte vor allem die Entwicklung am Energiemarkt. Die zunehmenden Spannungen im Umfeld des Iran-Konflikts rücken gezielt Energieanlagen in den Fokus militärischer Aktionen. Entsprechende Signale von US- und israelischer Seite sowie Drohungen Irans gegenüber den Golfstaaten schüren Sorgen über Versorgungsrisiken. Die Rohölpreise reagierten mit kräftigen Aufschlägen, was über eine verbesserte Perspektive für die Ethanolnachfrage auch dem Maismarkt Auftrieb gab.
Fundamental bleibt das Bild gemischt. Die US-Ethanolproduktion ging zuletzt auf 1,093 Mio. Barrel pro Tag zurück, während die Lagerbestände anzogen. Schwächere Export- und Beimischungszahlen lasten kurzfristig, werden derzeit jedoch von der festen Tendenz im Energiesektor überlagert.
Bullisch interpretieren Marktteilnehmer zudem die Perspektive einer kleineren US-Anbaufläche. Eine Umfrage unter Produzenten sieht die Maisfläche bei 93,68 Mio. Acres und damit klar unter dem Vorjahr.
Im Fokus stehen nun die wöchentlichen Exportzahlen. Erwartet werden Verkäufe der alten Ernte zwischen 0,6 und 1,8 Mio. t. Bestätigen sich diese, dürfte der Markt seine Aufwärtsbewegung behaupten. An der Euronext in Paris legt der Juni ebenfalls zu um 2,25 € auf 210,00 €/t.