Der US-Maismarkt schloss am Dienstag leicht im Minus. In Chicago verlor der Maiskontrakt für März 1,25 US-Cent und notierte damit bei 436,25 US-Cent/bushel. Auch der Mai-Termin gab nach und lag mit minus 1,50 US-Cent bei 452,25 US-Cent/bushel.
Fundamental brachte der neue WASDE-Bericht kaum Bewegung in die US-Bilanz. Das USDA beließ die Endbestände unverändert bei 2,127 Mrd. bushel und lieferte damit keine neuen bullischen Impulse für den Markt.
International verschob sich das Bild dagegen leicht. Die globale Maisproduktion blieb unter dem Strich nahezu stabil, allerdings mit gegenläufigen Anpassungen in Südamerika. In Argentinien senkte das USDA die Ernteprognose um 1 Mio. t auf 52 Mio. t. Für Brasilien wurde die Produktion dagegen um 1 Mio. t auf 132 Mio. t angehoben. Deutlich bärischer wirkte der Blick auf die globalen Vorräte. Die weltweiten Endbestände wurden um 3,76 Mio. t auf 292,75 Mio. t erhöht. Größere Lagerbestände in Brasilien aus der alten Ernte sowie eine leicht niedrigere Nachfrage im laufenden Vermarktungsjahr trugen zu diesem Aufbau bei. Auch in der Ukraine fiel die Produktion höher aus. Die Ernte wurde um 1,7 Mio. t angehoben, wodurch auch die Bestände um 1,3 Mio. t zulegten. An der Euronext gab der Juni um 4,75 € auf 203,00 €/t nach. Neue Impulse erwarten Händler nun vom wöchentlichen US-Ethanolbericht, der Hinweise auf die Nachfrage nach Mais aus dem Energiesektor liefern dürfte.