In Chicago gewann der Mais im März 2,75 US-Cent und schloss bei 430,50 US-Cent/bushel. Auch der Mai-Kontrakt legte um 3,50 US-Cent zu auf 442,00 US-Cent/bushel. Die weiteren Termine tendierten ebenfalls fester. An der Euronext verlor der Juni um 0,25 € auf 191,50 €/t.
Aus Händlersicht speist sich die bullische Grundstimmung vor allem aus stabilen Fundamentaldaten. Die US-Ethanolproduktion lag in der Woche bis zum 20. Februar bei 1,113 Mio. Barrel pro Tag und damit nur 5.000 Barrel unter Vorwoche. Die Bestände stiegen moderat auf 25,646 Mio. Barrel. Die Ethanolablieferungen gaben leicht auf 141.000 Barrel pro Tag nach, während die Raffinerieeinsätze mit 866.000 Barrel pro Tag konstant blieben. Insgesamt signalisiert der Sektor weiter eine solide Nachfragebasis für Mais.
Mit Spannung wartet der Markt nun auf die Exportzahlen für die Woche bis zum 19. Februar. Erwartet werden 0,9 bis 1,8 Mio. t aus der alten Ernte. Sollten die Verkäufe am oberen Rand der Spanne liegen, dürfte das den Markt zusätzlich stützen.
Impulse kamen auch von internationaler Seite: Taiwan kaufte 65.000 t Mais, voraussichtlich mit US-Herkunft. Kurz vor Abschluss der Preisfindungsphase für die US-Ernteversicherung bleibt Mais damit gut unterstützt, auch wenn das durchschnittliche Dezember-Niveau von 461,00 US-Cent/bushel deutlich unter dem Vorjahr liegt.