In Chicago lag der SWR-Weizen mit einem Minus von 2,50 US-Cent für den Mai bei 608,25 US-Cent/bushel. In Kansas City fiel der HRW-Weizen für den Mai um 7,75 US-Cent auf 659,00 US-Cent/bushel. Der Spring Wheat in Minneapolis zeigte sich dagegen freundlich und legte leicht zu.
Zum Wochenschluss dominierten Gewinnmitnahmen vor allem bei den Winterweizenkontrakten. Dabei bleibt die Wochenbilanz klar positiv, was die Abgaben als technisch motiviert erscheinen lässt. Wetterseitig sorgten aktualisierte Niederschlagsprognosen für Teile von Kansas sowie Oklahoma und Texas für leichten Druck. Zusätzliche Feuchtigkeit in diesen Regionen wirkt tendenziell bärisch, da sie die Ertragserwartungen stabilisiert.
Fundamental liefert die Exportseite weiter Unterstützung. Die US-Exportverpflichtungen summieren sich auf 24,67 Mio. t und liegen damit 15 Prozent über dem Vorjahr. Das entspricht bereits 101 Prozent der USDA-Prognose und bewegt sich nahe dem Fünfjahresdurchschnitt. Diese robuste Nachfrage begrenzt das Abwärtspotenzial.
International rückt Russland in den Fokus. Die Schätzung für die Weizenernte wurde leicht auf 90 Mio. t gesenkt, was grundsätzlich stützend wirkt. In Frankreich verschlechterte sich der Zustandsbericht leicht, der Anteil gut bis ausgezeichnet sank um einen Prozentpunkt auf 83 Prozent, ein moderat bullisches Signal. Zusätzlich sorgte eine internationale Nachfrageausschreibung aus Saudi-Arabien über 710.000 t für Marktimpulse. An der Euronext schloss der September ebenfalls leicht schwächer und gab um 0,75 € auf 209,25 €/t nach.