In Chicago lag der SWR-Weizen mit 2,75 US-Cent für den Juli im Plus und somit bei 618,75 US-Cent/bushel. In Kansas City geriet der HRW-Weizen dagegen mit einem Minus von 6,75 US-Cent für den Juli auf 640,75 US-Cent/bushel unter Druck. Der Spring Wheat in Minneapolis tendierte hingegen fester und legte um mehrere Cent zu.
Aus Händlersicht lieferten die jüngsten Zustandsdaten aus Kansas ein bullisches Signal für den Gesamtmarkt, auch wenn sie den HRW-Kontrakt kurzfristig belasteten. Der Anteil gut/ausgezeichneter Bestände fiel um 6 Prozentpunkte auf 40 Prozent und signalisiert wachsende Risiken für die Ernte. Gleichzeitig verschieben sich die Wetterprognosen zugunsten zusätzlicher Niederschläge in den Plains, was die bärische Seite stärkt und insbesondere im Westen für Entspannung sorgen könnte.
Auf der Nachfrageseite zeigen sich robuste Exportzahlen. Mit 364.219 t lagen die wöchentlichen Verschiffungen deutlich über Vorwoche und Vorjahr. Vor allem Japan, Nigeria und Mexiko traten als stabile Käufer auf. Seit Beginn des Vermarktungsjahres summieren sich die Exporte auf 20,295 Mio. t und liegen damit klar über dem Vorjahresniveau.
Der Markt richtet den Blick nun auf die anstehenden USDA-Daten. Erwartet wird ein Rückgang der Weizenfläche auf 44,79 Mio. Acres, während die Lagerbestände über Vorjahr gesehen werden. Diese Konstellation birgt kurzfristig Spannungsstoff zwischen bullischen Flächenimpulsen und potenziell dämpfenden Bestandszahlen. An der Euronext konnte der gehandelte Mai um 0,50 e zulegen auf 203,75 €/t.