Die US-Weizenmärkte haben den Freitag mit Verlusten beendet. In Chicago lag der SWR-Weizen für Mai bei 571,00 US-Cent/bushel und gab um 3,50 US-Cent nach. In Kansas konnte sich der HRW-Weizen im Mai leicht behaupten und stieg um 0,25 US-Cent auf 590,75 US-Cent/bushel. Der Spring Wheat in Minneapolis tendierte ebenfalls schwächer und verzeichnete deutliche Abschläge.
Aus Händlersicht bleibt der Markt insgesamt unter Druck. Die Wochenverluste fallen erheblich aus, was auf anhaltende Verkaufsbereitschaft hindeutet. Zusätzlicher Gegenwind kam vom Energiemarkt, wo ein spürbarer Rückgang beim Rohöl die Risikobereitschaft dämpfte. Heute wurde bekannt, dass die USA sich dazu entschlossen haben, iranische Häfen in der Straße von Hormus zu blockieren und ihre Angriffe eventuell fortsetzen werden. Das treibt den Rohölpreis wieder nach oben und verstärkt die Versorgungsängste um den Dünger. Aktuell handelt es sich um die Zeit des Jahres, in der viele Länder versuchen Düngemittel für die erste Aussaat im September zu beschaffen.
Fundamental liefern die Exportdaten hingegen eine stabile bis leicht stützende Grundlage. Die US-Exportverpflichtungen liegen mit 24,441 Mio. t um 13 Prozent über dem Vorjahr und bewegen sich im Rahmen der USDA-Erwartungen. Auch die Verschiffungen zeigen sich robust und liegen mit 20,379 Mio. t klar über dem Vorjahresniveau. Das signalisiert eine solide Nachfrage, reicht aber aktuell nicht aus, um die bärische Marktstimmung zu drehen. AN der Euronext gab der Mai um 0,75 € auf 194,75 €/t nach.