An den US-Weizenbörsen zeigte sich am Mittwoch eine freundlichere Tendenz. In Chicago lag der SWR-Weizen mit plus 3,75 US-Cent für den Mai bei 594,75 US-Cent/bushel. Auch in Kansas City ging es aufwärts. Dort notierte HRW-Weizen für Mai 4,75 US-Cent höher bei 613,50 US-Cent/bushel. Der Spring Wheat in Minneapolis tendierte ebenfalls fester und legte in den vorderen Terminen um rund 3 US-Cent zu.
Am Markt richtet sich der Blick nun auf die wöchentlichen US-Exportzahlen. Händler erwarten für die alte Ernte Verkäufe zwischen 200.000 und 450.000 t. Für die neue Ernte liegen die Schätzungen lediglich zwischen 0 und 60.000 t. Jede positive Überraschung könnte den Markt zusätzlich stützen.
Unterstützung kam bereits über Nacht von der internationalen Nachfrage. Südkorea kaufte in einer Ausschreibung 32.000 t US-Weizen. Auch Taiwan trat als Käufer auf und schrieb 105.020 t US-Weizen aus. Solche Tender gelten im Handel als wichtiges Signal für die Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Ware auf dem Weltmarkt.
Aus Europa kamen dagegen eher bärische Signale. FranceAgriMer bezifferte die Bestände an französischem Weichweizen auf 3,39 Mio. t und damit um 340.000 t höher als zuvor geschätzt. Ein größeres Angebot aus Frankreich könnte die Exportkonkurrenz auf dem Weltmarkt verschärfen. Dennoch legte der Mai in Paris um 2,00 € zu auf 206,00 €/t.