In Chicago verlor der SWR-Weizen zur Juli Fälligkeit 5,00 US-Cent und fiel auf 612,25 US-Cent/bushel. Der HRW Weizen in Kansas City stand besonders stark unter Druck und sackte im Juli um 19,75 US-Cent auf 667,25 US-Cent/bushel ab. Auch der Spring Wheat in Minneapolis schloss deutlich schwächer und gab zweistellig nach.
Belastet wurde der Markt vor allem von enttäuschenden US Exportzahlen für die alte Ernte. Das USDA meldete Verkäufe von lediglich 78.772 t und damit den zweitschwächsten Wochenwert der laufenden Vermarktungssaison. Vietnam war der größte Käufer, nachdem 66.000 t von unbekannten Destinationen umgebucht wurden. Etwas freundlicher fiel dagegen das Geschäft mit der neuen Ernte aus. Hier summierten sich die Verkäufe auf 187.538 t, gestützt vor allem durch Käufe unbekannter Abnehmer und Thailands.
Zusätzlicher Druck kam vom internationalen Markt. Algerien kaufte bei einer Ausschreibung schätzungsweise 390.000 bis 420.000 t Weizen und dürfte dabei erneut stark auf Schwarzmeerware gesetzt haben. Gleichzeitig senkte das Analystenhaus IKAR seine Prognose für russische Weizenexporte 2025/26 zwar um 1,5 Mio. t auf 44,5 Mio. t, das Niveau bleibt jedoch hoch.
Aus Frankreich kamen leicht bullische Signale. FranceAgriMer taxierte den Anteil von französischem Weichweizen in gut/ausgezeichnetem Zustand bei 80 % und damit 1 Prozentpunkt niedriger als in der Vorwoche. Der September verlor etwas um 1,00 €/t auf 206,50 €/t.