Am Freitag rutschten die US-Weizenmärkte zum Handelsende ins Minus. In Chicago lag der SWR-Weizen mit minus 3,50 US-Cent für den März unter Druck und schloss bei 538,00 US-Cent/bushel. In Kansas City verlor der HRW-Weizen im März 2,25 US-Cent und notierte zuletzt bei 544,75 US-Cent/bushel. Spring Wheat in Minneapolis gab ebenfalls nach und schloss mit Verlusten im Bereich von rund 3 US-Cent. Belastend wirkte vor allem der deutlich festere US-Dollar, dessen Anstieg die Wettbewerbsfähigkeit am Exportmarkt dämpfte.
Fundamental lieferte der Exportsektor erneut Unterstützung. Die kumulierten US-Weizenverkaufsverpflichtungen summieren sich aktuell auf 21,595 Mio. t und liegen damit 18 Prozent über dem Vorjahresniveau. Für Marktteilnehmer ist das ein Signal, dass die Nachfrage trotz des stärkeren Dollars stabil bleibt.
Unter dem Strich dominierte zum Wochenschluss der Währungseinfluss und setzte die Futures unter Druck. Die Exportzahlen liefern jedoch ein solides Fundament, das größere Abgaben bislang begrenzt und die bullische Wochenbilanz erklärt.
Der Euro fiel am Freitagabend gegenüber dem US-Dollar auf 1,1850 zurück, nachdem er mit 1,2080 den höchsten Stand seit viereinhalb Jahren erreicht hatte. Der Rückgang des Euro/Dollar-Kurses trug am Freitag zu massiven Positionsauflösungen bei Edelmetallen bei, was zu einer Reaktion des Rohstoffsektors führte.
Dennoch hat die Abschwächung des Euro die Getreidepreise an der Euronext gestützt. Mit einem Anstieg von + 3 € /t auf 194,25 € / t schließt der Euronext-Weizen für März 2026 auf einem Höchststand seit dem 19. November letzten Jahres und durchbricht gleichzeitig eine starke Widerstandszone bei 191-192 € / t, die ihn seit Anfang Januar daran gehindert hatte, weiter zu steigen