An den US-Weizenbörsen schlossen die Kurse am Donnerstag fester. In Chicago legte der SWR-Weizen für September um 9,75 US-Cent zu und erreichte 518,25 US-Cent/bushel. In Kansas City stieg der HRW-Weizen für September um 10,00 US-Cent auf 521,50 US-Cent/bushel. Der Spring Wheat in Minneapolis bewegte sich ebenfalls im Plus mit Aufschlägen von bis zu 5,00 US-Cent.
Getrieben wurde die Kauflaune von überraschend starken Exportzahlen. Das USDA meldete für die Woche bis zum 31. Juli Verkäufe von insgesamt 737.831 Tonnen US-Weizen, darunter 414.312 Tonnen HRW. Damit wurde nicht nur die Markterwartung klar übertroffen, sondern auch ein Höchstwert im laufenden Vermarktungsjahr erreicht. Nigeria war mit 185.900 Tonnen größter Abnehmer, gefolgt von Bangladesch mit 165.000 Tonnen und Mexiko mit 105.900 Tonnen.
Auch aus Asien kam frische Nachfrage: Ein südkoreanischer Importeur sicherte sich 65.000 Tonnen Weizen, vermutlich aus den USA. Auf der Angebotsseite setzte das Analystenhaus Expana jedoch einen bärischen Impuls. Es hob seine Prognose für die EU-Weizenernte um 2,1 Millionen Tonnen auf nun 132,8 Millionen Tonnen an. Diese zusätzliche Menge könnte in den kommenden Wochen preisdämpfend auf den internationalen Markt wirken.
An der Euronext gewann der Weizen für den September 3,75 € auf 197,50 €/t.