Die Weizennotierungen gaben zu Wochenbeginn spürbar nach. An den US-Börsen schlossen die SRW-, HRW- und Spring-Wheat-Kontrakte mit Verlusten zwischen 8 und 10 US-Cent je Bushel. In Chicago fiel der Preis für den Septembertermin um 8,25 US-Cent auf 548,50 US-Cent/bushel.
Hintergrund waren schwache Export- und Erntezahlen sowie neue handelspolitische Spannungen. Nach Daten des USDA wurde die US-Winterweizenernte zu 53 % eingebracht und liegt damit auf Vorjahresniveau, bleibt aber hinter dem langfristigen Durchschnitt. Die Bestandsbewertungen blieben stabil, während sich der Zustand der Frühjahrsaussaat leicht verschlechterte.
In der Exportentwicklung wurden 436.628 Tonnen US-Weizen in der Woche bis zum 3. Juli verschifft – ein Rückgang gegenüber der Vorwoche, aber ein Zuwachs von über 27 % im Vergleich zum Vorjahr. Mexiko und Brasilien führten die Abnehmerliste an. Eine neue Absichtserklärung Indonesiens über den Kauf von insgesamt 1,8 Mio. Tonnen US-Weizen bis Ende 2025 könnte mittelfristig Unterstützung bringen. Für bärisches Momentum sorgten Zollankündigungen von Trump. Indonesische Ware soll mit 32 % ab August belastet werden, Und Südkoreanische und japanische Güter mit 25%.
Auch auf internationaler Ebene sorgten neue Meldungen für Bewegung: Frankreich bewertet seine Weizenernte zu 67 % als gut/ausgezeichnet und hat 11 % der Fläche bereits gedroschen. Russland hat, wie von den Bullen befürchtet, seine Exportsteuer für Weizen auf 0 % gesenkt – ein Schritt, der den globalen Wettbewerbsdruck erhöhen dürfte.
An der Euronext lag der September am Ende 0,25 € höher und damit bei 196,00 €/t.