Der US-Weizenmarkt hat am Dienstag flächendeckend nachgegeben. In Chicago verlor der SWR-Weizen im März 11,00 US-Cent und schloss bei 537,75 US-Cent/bushel. Auch der Mai-Kontrakt stand unter Druck und büßte 6,00 US-Cent ein auf 542,50 US-Cent/bushel. In Kansas City gab der HRW-Weizen im März um 3,75 US-Cent nach auf 538,75 US-Cent/bushel. Der Spring Wheat in Minneapolis notierte ebenfalls schwächer und verlor im Frontmonat rund 3 bis 4 US-Cent.
Fundamental sorgten die jüngsten US-Exportinspektionen kaum für Rückenwind. In der Woche bis zum 12. Februar wurden 375.402 t Weizen verladen. Das sind gut 35 Prozent weniger als in der Vorwoche, auch wenn das Volumen fast 50 Prozent über dem Vorjahreswert liegt. Seit Beginn des Vermarktungsjahres summieren sich die Ausfuhren auf 17,704 Mio. t und liegen damit weiterhin knapp 19 Prozent unter dem Vorjahr. Für Händler bleibt das ein klar bärisches Signal.
Zusätzlichen Druck bringt der Blick nach Russland. Die Beratungsfirma SovEcon hebt ihre Schätzung der russischen Weizenernte auf 85,9 Mio. t an und legt damit 2,1 Mio. t drauf. Parallel ziehen die EU-Exporte an und erreichen seit dem 1. Juli 15,11 Mio. t, ein Plus von 1,46 Mio. t gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das globale Angebot wirkt damit komfortabler und hält die Bären im Spiel.
An der Euronext verlor der März um 1,00 € auf 190,50 €/t.