Die US-Weizenbörsen legten am Donnerstag über alle Sorten hinweg zu. In Chicago lag der SWR-Weizen mit einem Plus von 7,50 US-Cent für den Mai bei 526,50 US-Cent/bushel. Der März-Kontrakt stieg um 7,75 US-Cent auf 515,50 US-Cent/bushel. Kansas City folgte mit moderateren Gewinnen: HRW-Weizen für März verteuerte sich um 6 US-Cent auf 525,75 US-Cent, der Mai notierte bei 536,00 US-Cent/bushel, ein Anstieg um 5,25 US-Cent. Besonders deutlich zogen Spring-Wheat-Futures in Minneapolis an, die in den vorderen Terminen um 10 US-Cent zulegten.
Marktteilnehmer blicken nun gespannt auf die wöchentlichen US-Exportdaten, die wegen des Feiertags am Montag erst am heutigen Freitag veröffentlicht werden. Die Erwartungen reichen von 150.000 bis 450.000 t an neuen Weizenbuchungen, was ein breites Spektrum ist, das sowohl für Impulse als auch für Enttäuschungspotenzial sorgt.
Aus Russland kamen dagegen keine Überraschungen: Die Analysten von SovEcon bestätigten ihre Prognose für die Weizenernte 2026 mit 83,8 Mio. t. Der unveränderte Ausblick wirkt neutral, dürfte aber angesichts früherer Unsicherheiten stabilisierend auf das Marktumfeld wirken.
An der Euronext schloss der März erneut unverändert bei 189,50 €/t.