Der US-Weizenmarkt hat zum Wochenstart spürbar angezogen. In Chicago legte der SWR-Weizen für Mai um 11,25 US-Cent zu und schloss bei 582,25 US-Cent/bushel. Auch in Kansas City ging es kräftig nach oben, der HRW-Weizen für Mai gewann 12,50 US-Cent auf 603,25 US-Cent/bushel. Spring Wheat in Minneapolis folgte der Bewegung und verzeichnete ebenfalls deutliche Aufschläge im zweistelligen Cent-Bereich.
Aus Händlersicht kam der bullische Impuls unter Anderem von der Zustandsbewertung der Winterweizenbestände. Der Anteil „gut bis ausgezeichnet“ fiel um einen Punkt auf 34 Prozent und signalisiert eine leichte Verschlechterung der Bestände. Gleichzeitig bleibt die Aussaat von Sommerweizen mit 6 Prozent leicht hinter dem Durchschnitt zurück, was zusätzlich stützt.
Auf der Nachfrageseite lieferten die Exportzahlen ein gemischtes Bild. Die wöchentlichen Verschiffungen lagen mit 320.797 t unter der Vorwoche und deutlich unter dem Vorjahresniveau. Dennoch summieren sich die Exporte seit Beginn des neuen Vermarktungsjahres auf ein Plus von gut 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was dem Markt eine gewisse Stabilität verleiht. In Paris konnte der Weizen an der Euronext 1,00 € auf 195,75 €/t für den Mai zulegen.
International blieben größere Impulse aus, sodass sich der Fokus klar auf die US-Daten richtete. Insgesamt bleibt der Markt kurzfristig gestützt, solange sich die Zustandsbewertungen nicht verbessern.