In Chicago lag der SWR-Weizen mit einem Minus von 5,75 US-Cent für den Juli bei 607,00 US-Cent/bushel. Auch in Kansas City gab der HRW-Weizen nach und notierte für den Juli ebenfalls 5,75 US-Cent schwächer bei 650,00 US-Cent/bushel. Der Spring Wheat in Minneapolis zeigte sich uneinheitlich mit leichten Abschlägen.
Am Markt baut sich vor den wöchentlichen US-Exportzahlen eine abwartende Haltung auf. Händler erwarten für die alte Ernte lediglich moderate Verkäufe zwischen 0 und 250.000 t, während die neue Ernte mit 100.000 bis 300.000 t veranschlagt wird. Die gedämpften Erwartungen wirken kurzfristig belastend.
Zusätzlichen Druck bringt die internationale Angebotslage. In Russland hat SovEcon seine Prognose für die Weizenernte auf 89,7 Mio. t angehoben, gestützt durch günstige Wetterbedingungen. Das signalisiert ein komfortableres globales Angebot und wirkt klar bärisch auf die Preisbildung.
Die Weichweizenexporte der EU summieren sich seit Juli auf 19,01 Mio. t und liegen damit um 1,39 Mio. t über dem Vorjahresniveau. Die robuste Exportdynamik unterstreicht die starke Konkurrenz auf dem Weltmarkt und begrenzt das Aufwärtspotenzial in den USA. An der Euronext verlor der Mai leicht um 0,25 € auf 195,50 €/t.