Die US-Weizenfutures präsentierten sich zum Wochenstart uneinheitlich. In Chicago lag der SWR-Weizen mit 5,75 US-Cent im Plus und somit bei 597,00 US-Cent/bushel im Mai-Termin. In Kansas City hingegen geriet HRW-Weizen unter Druck und fiel um 1,75 US-Cent auf 635,00 US-Cent/bushel. Der Spring Wheat in Minneapolis tendierte stabil bis fester und verzeichnete leichte Aufschläge.
Fundamental sorgt vor allem der schwächere Zustand der Winterweizenbestände für bullische Impulse. Der Anteil „gut bis ausgezeichnet“ sank um 4 Prozentpunkte auf 30 Prozent und signalisiert wachsende Risiken für das Ertragspotenzial. Händler werten diesen Rückgang klar als stützend für die Preise. Die Aussaat des Sommerweizens liegt mit 12 Prozent im Fünfjahresmittel.
Auf der Nachfrageseite lieferte der Exportsektor positive Signale. Mit 518.141 t lagen die wöchentlichen Verschiffungen deutlich über dem Vorwochenniveau und auch leicht über dem Vorjahreswert. Besonders die Nachfrage aus den Philippinen, Mexiko und Indonesien fiel ins Gewicht und stabilisierte die Marktstimmung zusätzlich.
Unter dem Strich bleibt das Bild zweigeteilt: Während Chicago von den schwächeren Zustandsdaten profitiert, lasten auf Kansas weiterhin sortenspezifische Faktoren. An der Euronext stieg der September um 2,25 € auf 206,75 €/t, was unter anderem auf die gestiegenen Spannungen im Nahost-Konflikt zurückzuführen ist. Marktteilnehmer befürchten eine verschärfte Situation am Markt für Düngemittel.