Die US-Weizenbörsen gerieten am Donnerstag unter breiten Verkaufsdruck. In Chicago lag der SWR-Weizen mit 2,25 US-Cent für den Mai im Minus und somit bei 521,50 US-Cent/bushel. In Kansas City verlor der HRW-Weizen 5,00 US-Cent im März-Termin und schloss bei 517,25 US-Cent/bushel. Die Spring-Wheat-Kontrakte in Minneapolis gaben ebenfalls spürbar nach und notierten in den vorderen Terminen durchweg schwächer.
Belastet wurden die Kurse vor allem von enttäuschenden US-Exportzahlen. In der Woche bis zum 8. Januar meldete das USDA lediglich 156.255 t an neuen Weizenverkäufen. Wichtigster Abnehmer waren dabei unbekannte Destinationen mit 72.000 t, gefolgt von den Philippinen mit 61.500 t. Für das kommende Wirtschaftsjahr 2026/27 ergaben sich sogar leichte Netto-Kürzungen.
International sorgten neue Ausschreibungen und Prognoseanpassungen für zusätzlichen Druck. Saudi-Arabien schrieb kurzfristig den Kauf von 595.000 t Weizen aus, während Südkorea über Nacht 50.000 t US-Weizen orderte. Das Beratungsunternehmen Expana hob seine Prognose für die EU-Weizenernte leicht auf 128,6 Mio. t an, kürzte aber im Gegenzug die Exporterwartung um deutliche 1,2 Mio. t auf 28,8 Mio. t.
An der Euronext gewann der März hingegen um 0,50 € auf 189,25 €/t.