Der US-Weizenmarkt ist schwach in die neue Woche gestartet. In Chicago lag der SWR-Weizen mit minus 4,00 US-Cent für den März bei 569,50 US-Cent/bushel. In Kansas City fiel der HRW-Weizen im März um 12,25 US-Cent auf 560,00 US-Cent/bushel und geriet damit besonders deutlich unter Druck. Auch der Spring Wheat in Minneapolis schloss leichter und verlor zwischen 2 und 5 US-Cent.
Fundamental lieferte der Exportsektor eigentlich bullische Impulse. Laut aktuellen Export Inspections wurden in der Woche bis zum 19. Februar 535.113 t Weizen verschifft. Das entspricht einem Anstieg von gut 42 Prozent gegenüber der Vorwoche und liegt rund 37 Prozent über dem Vorjahreswert. Wichtigste Abnehmer waren die Philippinen mit 89.227 t, gefolgt von Nigeria mit 67.932 t und Bangladesch mit 62.144 t.
Seit Beginn des laufenden Vermarktungsjahres summieren sich die US-Weizenexporte damit auf 18,24 Mio. t. Das sind gut 19 Prozent mehr als im Vorjahr und unterstreicht die robuste internationale Nachfrage.
Am Terminmarkt überwogen dennoch Gewinnmitnahmen. Vor allem der deutliche Abschlag in Kansas deutet darauf hin, dass Marktteilnehmer die jüngsten Kursanstiege genutzt haben, um Positionen zu bereinigen. Die starke Exportbilanz konnte die bärische Stimmung zum Wochenauftakt nicht drehen.
An der Euronext verlor der Mai um 1,25 € auf 197,75 €/t. Aktuell sorgt die unklare Zollsituation für Unsicherheit. Der Supreme Court hatte die Grundlage auf der Trumps Zollpolitik basiert als unzulässig erklärt. Trump kündigte in der Folge dennoch weitere Zölle von 15% an. Die EU fordert in der aktuellen Situation Klarheit von Washington.