In Chicago lag der SWR-Weizen mit 1,75 US-Cent im Minus und somit bei 565,75 US-Cent/bushel für den März. Auch in Kansas City gab der HRW-Weizen nach und schloss im März mit einem Abschlag von 1,75 US-Cent bei 552,50 US-Cent/bushel. Der Spring Wheat in Minneapolis drehte dagegen im späten Handel ins Plus und legte um mehrere Cent zu.
Aus Händlersicht dominierten zunächst Verkäufe im Winterweizen, ehe Short Eindeckungen im Frühjahrskomplex für Stabilisierung sorgten. Der Markt blickt nun auf die in der Woche vom 19. Februar anstehenden wöchentlichen US-Exportverkäufe. Erwartet werden für die alte Ernte 250.000 bis 500.000 t. Neue Ernte dürfte mit 0 bis 50.000 t bislang nur eine Nebenrolle spielen. Bleiben die Zahlen am oberen Rand der Erwartungen, könnte das stützend wirken.
International sorgte vor allem Algerien für Aufmerksamkeit. Das Land sicherte sich in einer Ausschreibung rund 600.000 t Weizen und setzte damit ein Signal auf der Nachfrageseite. Gleichzeitig kappte das Analysehaus SovEcon seine Prognose für Russlands Weizenexporte 2025/26 um 0,3 Mio. t auf 45,4 Mio. t. Die niedrigere russische Exporterwartung wirkt grundsätzlich bullisch, konnte die Verluste im US-Winterweizen zur Wochenmitte jedoch nicht vollständig auffangen. An der Euronext gab der Mai um 0,75 € auf 196,50 €/t nach. Nach dem Hoch der Vorwoche und dem starken Euro, steigert der Abschlag die Exportchancen für den europäischen Markt.