Die internationalen Weizenmärkte zeigten sich auch am Dienstag schwächer. An der Börse in Chicago schlossen die SRW-Weizenfutures uneinheitlich: Während der Juli-Kontrakt leicht um 3,25 US-Cent auf 543,00 US-Cent/bushel zulegte, verlor der September-Termin marginal. In Kansas City gaben die HRW-Kontrakte deutlicher nach – sowohl Juli als auch September schlossen mit einem Minus von 5 US-Cent. Auch in Minneapolis setzte sich die Abwärtsbewegung fort. Der Juli-Termin verlor 7,75 US-Cent auf 613,00 US-Cent/bushel.
Laut dem aktuellen US-Crop-Progress-Bericht sind bislang 53 % der Winterweizenernte abgeschlossen. Dies liegt leicht unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 54 %. Die Bestandsqualität blieb stabil bei 48 % in der Kategorie gut/ausgezeichnet.
Auf dem Weltmarkt drücken sinkende Exportzahlen auf die Stimmung. Die EU exportierte im Zeitraum vom 1. Juli 2024 bis 30. Juni 2025 rund 20,33 Mio. Tonnen Weizen – deutlich weniger als die 31,07 Mio. Tonnen im Vorjahr. Gleichzeitig hebt das russische Analysehaus Sovecon seine Exportprognose für Russland auf 42,9 Mio. Tonnen an – ein Plus von 2,1 Mio. Tonnen gegenüber der vorherigen Schätzung. Durch den zusätzlichen Wegfall der Exportsteuer setzt diese Entwicklung den Markt unter Druck.
Auch an der Euronext verlor der Weizen leicht. Für den September verlor er 0,25 € auf 195,75 €/t.