An den US-Weizenmärkten verlief der Freitag uneinheitlich: In Chicago gab der SWR-Weizen für den September um 3,75 US-Cent nach und notierte bei 514,50 US-Cent/bushel. In Kansas City verlor HRW-Weizen für September 3,25 US-Cent auf 518,25 US-Cent/bushel. Der Spring Wheat in Minneapolis legte hingegen leicht zu und beendete den Tag im Plus mit Gewinnen von bis zu 3 US-Cent.
Vor dem WASDE-Bericht am Dienstag erwarten Analysten eine US-Gesamtproduktion von 1,922 Mrd. bushel, 7 Mio. bushel weniger als im Vormonat. Die Exporte liegen fürdie neue Ernte mit 10,309 Mio. t so hoch wie seit 2017/18 nicht mehr zu diesem Zeitpunkt. Das sind 20 % über Vorjahr und mit 45 % bereits vor dem Fünfjahresdurchschnitt.
International gab es leicht höhere Ernteprognosen: Das französische Agrarministerium hob seine Schätzung um 0,5 Mio. t auf 33,1 Mio. t an. In Russland rechnet das Analystenhaus IKAR nun mit 84,5 Mio. t, ebenfalls 0,5 Mio. t mehr als zuvor. Die gestiegenen internationalen Produktionszahlen wirken eher preisbelastend, während der anhaltend starke US-Exportfluss stützend bleibt.
An der Euronext verlor der September zum Ende der Woche 1,00 € und lag zum Handelsschluss bei 196,50 €/t.