Die Weizennotierungen an den US-Börsen verzeichneten überwiegend Verluste. An der CBoT gab der September um 7,20 US-Cent nach und schloss bei 556,60 US-Cent/bushel. Der Juli-Termin fiel um 8,25 US-Cent auf 547,75 US-Cent/bushel. Auch an den anderen US-Börsen lagen die Preise unter Druck: In Kansas City verlor der Juli-Weizen 4,60 US-Cent, in Minneapolis gab der Frühjahrsweizen ebenfalls leicht nach.
Marktteilnehmer reagierten verhalten auf den bevorstehenden US-Feiertag, was sich dämpfend auf die Handelsaktivitäten auswirkte. Gleichzeitig präsentierten sich die Exportzahlen der USDA deutlich freundlicher: In der Woche bis zum 26. Juni wurden 585.989 Tonnen US-Weizen der Ernte 2025/26 verkauft – ein Jahreshoch und mehr als doppelt so viel wie in der Vorwoche. Die stärksten Abnehmer waren die Philippinen mit 162.000 Tonnen und Thailand mit 60.000 Tonnen. Auch die Exportstatistik der US-Behörde (Census) fiel positiv aus: Im Mai wurden 2,16 Mio. Tonnen Weizen exportiert – der höchste Monatswert seit vier Jahren.
Trotz der soliden Exportdaten gaben die Kurse vor dem Feiertag nach. Die Märkte bleiben anfällig für Gewinnmitnahmen, zumal die langfristigen Versorgungsdaten in den Hintergrund rückten.
Anders sah es an der Euronext aus. Hier kletterte der September auf 197,25 €/t und lag damit 1,50 € höher als zuvor.