Die Weizennotierungen haben die Handelswoche mit Verlusten abgeschlossen. In Chicago gaben die Kurse am Freitag für den SWR-Weizen um 3,25 US-Cent auf 538,25 US-Cent/bushel für den September nach. Auch die HRW-Termine in Kansas fielen um 2 US-Cent. Spring-Wheat fiel mit einem Minus von 0,75 US-Cent für den September auf 585,75 US-Cent/bushel, was zwar nur einen leichten Verlust darstellte, aber auf Wochensicht zu einem insgesamten Minus von über 10 US-Cent beitrug.
Auf der Nachfrageseite meldete das USDA Weizenexportverkäufe von bislang 8,984 Mio. Tonnen, was 39 % der Jahresprognose entspricht – leicht über dem üblichen saisonalen Schnitt von 37 %. International sorgte ein größerer Einkauf Südkoreas für Aufmerksamkeit: Ein Importeur kaufte 85.200 Tonnen US-Weizen. Trotz dieser stützenden Aussagen reagierten Händler vor dem Wochenende verunsichert im Hinblick auf die Zollverhandlungen zwischen den USA und der EU. Hier wurde nun am Wochenende bekannt, dass eine Einigung gefunden wurde. Statt der angekündigten 30% liegen die reziproken Zölle auf US-Importe nun bei 15%. Genaue Details werden mit Spannung erwartet, aber eine Verschärfung des Konfliktes ist somit vorerst vom Eis.
In Frankreich ist die Winterweizenernte laut FranceAgriMer zu 86 % abgeschlossen – ein deutlicher Fortschritt gegenüber den 71 % der Vorwoche. Das sorgte für etwas Verstimmung in Europa. An der Euronext schlossen die Kurse zum Wochenende hin im Minus. So verlor der September 1,50 € auf 195,50 €/t.