Zur Wochenmitte zeigte sich der Weizenmarkt uneinheitlich. Während die Weichweizenkontrakte in Chicago leicht zulegten, standen die Hartweizenmärkte unter Druck. Der CBOT-Weizen mit Lieferung im September 2025 stieg um 3,25 US-Cent auf 541,25 US-Cent/bushel, Dezember notierte bei 561,75 US-Cent/bushel, ein Plus von 3,00 US-Cent. Demgegenüber verloren die Hartweizenfutures in Kansas City und Minneapolis leicht. Die KCBT-Termine gaben zwischen 0,75 und 1,00 US-Cent nach, während der September MGEX-Kontrakt um 1,75 US-Cent fiel auf 600,50 US-Cent/bushel.
Fundamentale Impulse kamen vom Exportgeschäft. Algeriens staatlicher Getreideimporteur OAIC hat laut Marktrecherchen bis zu 1 Mio. Tonnen Mahlweizen geordert. Genaue Mengen und Ursprünge wurden nicht veröffentlicht, doch dürften Bulgarien und das Schwarzmeergebiet erneut einen Teil des Geschäfts übernehmen. Frankreichs Stellung als traditioneller Lieferant scheint unter Druck. Taiwan meldete den Kauf von 89.650 Tonnen US-Weizen, was dem US-Markt Unterstützung bot. Der bevorstehende Exportbericht des USDA dürfte weiteren Aufschluss bringen. Analysten erwarten Buchungen für 2025/26 zwischen 300.000 und 700.000 Tonnen. Frankreichs Agrarbehörde (FranceAgriMer) schätzt die Endbestände von Weichweizen in der laufenden Saison auf 3,87 Mio. Tonnen – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (2,33 Mio. Tonnen) und potenziell belastend für die EU-Preisentwicklung. An der Pariser Euronext verlor der September um 1,75 € auf 198,50 €/t.