Die Weizenpreise setzten ihre Schwächephase fort. An den US-Terminbörsen gaben die Kurse am Donnerstag erneut nach. An der CBoT verlor der Juli-Kontrakt 7,25 US-Cent und schloss bei 521,00 US-Cent/bushel, der September-Termin gab um 7,75 US-Cent nach. Auch in Kansas City (HRW) und Minneapolis (Spring Wheat) waren Verluste zwischen 2 und 6 US-Cent zu verzeichnen. Ausschlaggebend hierfür waren schwache US-Exportzahlen: Laut USDA wurden in der Woche bis zum 19. Juni nur 255.208 Tonnen Weizen verkauft – ein Rückgang von über 40 % zur Vorwoche und fast 62 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Japan war größter Käufer mit 93.600 Tonnen. Weitere Belastung kam durch eine Anhebung der russischen Weizenernteschätzung auf 84,53 Mio. Tonnen sowie eine erneute Aufstockung der EU-Ernteprognose auf 128,2 Mio. Tonnen für 2025/26. Der Internationale Getreiderat (IGC) hob zudem die globale Produktion um 2 Mio. Tonnen auf 808 Mio. Tonnen an. Auch die weltweiten Endbestände wurden auf 264 Mio. Tonnen nach oben korrigiert. Insgesamt alles Nachrichten, die den Weizenpreis drücken. Dies ließ sich auch an der Euronext spüren, wo der Weizen für den September erneut nachgab und am Ende mit 2,00 € tiefer bei 195,25 €/t lag.
Quelle
VR AGRAR